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‘Feature’

HörMal! Hörspaziergang Tempelhof – JETZT zum Ausleihen und als Download

Ab sofort könnt Ihr den Hörspaziergang zur Geschichte des Tempelhofer Felds hier runterladen. Der Hörspaziergang beginnt am runden, pinkfarbenen Infopoint in der Nähe des Haupteingangs Columbiadamm. Dort kann man sich ab Anfang September  auch MP3-Player mit dem Hörspaziergang gegen Pfand ausleihen. Vom Infopoint geht es weiter auf den Spuren der Geschichte – zum Beispiel an dem Ort der archäologischen Ausgrabungen. Der Hörspaziergang hat eine Gesamtlänge von 50 Minuten.

Grundlage ist das Hörmuseum „HÖRMAL! Die Geschichte vom Tempelhofer Feld“ mit sechs Hörstationen, die wir gemeinsam mit Berliner und Brandenburger Jugendlichen entwickelt und produziert haben.

Das Musikstück am Ende des Hörspaziergangs heißt „Herz im Rucksack“ und ist ein polnisches Partisanenstück. Original Text und Komposition: „Serce w plecaku“ von Michał Zieliński (1933). Deutsche Textversion: Isabel Neuenfeldt (www.isaneu.de).

Hörspaziergang Tempelhofer Feld

Übrigens: Die Hörboxen von HÖRMAL! stehen noch bis Anfang Oktober auf dem Pionierfeld Columbiadamm, Nähe Gemeinschaftsgarten.

 

Projekt gefördert von:

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HörMal! Schülerinnen und Schüler forschen zur Geschichte des Tempelhofer Feldes

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Vor 70 Jahren erreichte die Rote Armee Berlin. Ende April 1945 befreite sie die überlebenden Zwangsarbeiter/innen auf dem Tempelhofer Feld. Das ist eine von vielen Geschichten des Feldes. Jugendliche aus Berlin und Brandenburg erforschen, was hier einmal war – und was die Geschichte mit ihrem eigenen Leben zu tun hat. Sie erfahren von Flug- und Fußballpionieren von früher und sprechen mit Kite-Surfern und Sportbegeisterten von heute. Sie forschen zum Leben und Leid der Zwangsarbeiter/innen, die während des Zweiten Weltkriegs im Flughafengebäude für die deutsche Kriegsindustrie arbeiteten und in einer der größten Barackenstädte Berlins lebten: dem Tempelhofer Feld. Sie entdecken das Columbiahaus. Ein KZ mitten in Berlin, das abgerissen wurde, als die Nazis an derselben Stelle den Flughafen Tempelhof errichten ließen. Und sie sprechen mit einem Archäologen, der unter der Erde nach Überresten dieser Zeit sucht. Gemeinsam überlegen sie: Wie kann man an die Geschichte erinnern, wenn man nichts mehr von ihr sieht? Ein Weg ist das Hören. In einem Hörmuseum mit sechs Stationen erzählen die Jugendlichen die Geschichte des Tempelhofer Felds aus ihrer Perspektive.

Hier die Audiobeiträge der Schüler/innen:

Hörstation 1: #spiel #feld

Hörstation 2: #produktion #treffpunkt

Hörstation 3: #mangel #leben

Hörstation 4: #gefangenschaft #würde

Hörstation 5: #gewalt #zeugnis

Hörstation 6: #schichten #erinnern

 

Projekt gefördert von:

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Dokumentarfilm „Mais les femmes sont là … „

 

Wie gehen Frauen mit der seit 30 Jahren andauernden Bürgerkriegssituation in der Casamance im Süden Sénégals um? Wie meistern sie ihren Alltag, mit welchen Problemen sind sie konfrontiert und welche Strategien haben sie entwickelt um sich und ihre Familien durchzubringen. Frauen aus ländlichen Regionen, sowie Friedensaktivistinnen kommen zu Wort.

Kamera und Regie: Andrea Behrendt                                       Koordination: Ousmane Niane

Schnitt: Abdoulaye Gueye                                                             Ton: Kerstin Ewald

Musik: Sister Fa, Papa Kouyaté,  Frauen auf den Reisfeldern

Länge: 60 min, HD

Mais les femmes sont là … – La Casamance entre changement climatique et guerre civile

Die Frauen sind hier … – Die Casamance zwischen Klimawandel und Bürgerkrieg

Die Dokumentation folgt unterschiedlichen Frauen und ihrem Engagement für den Frieden. Besucht werden Frauen in mehreren Dörfen. Sie zeigen wie sie ihre Nahrung produzieren und kollektiv arbeiten. Begleitet werden sie bei der Reisernte, bei der Verarbeitung von Erdnüssen, bei der Arbeit in den ausgedehnten Mangroven, wo Austern gezüchtet, Honig geerntet und kleine Mangrovenpfanzen gesetzt werden, um die Versalzung des Bodens zu verhindern. Bei der Reisernte arbeiten die Frauen gemeinsam auf den Felder und singen dabei.

Obwohl die Casamance als die Kornkammer Sénégals gilt, sind die Menschen dort arm geworden und müssen hungern. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Neben klimatischen Veränderungen, der Unfruchtbarkeit der Böden durch Versalzung und Trockenheit ist die Kriegssituation ein weiterer Hauptgrund. Aufgrund der Minengefahr sind viele Felder unzugänglich und nur ein gewisser Teil des Landes kann landwirtschaftlich genutzt werden. Hinzu kommen Überfälle von Rebellen, die im Busch der Casamance leben. Die Kriegssituation blockiert die Entwicklung der Region und führt zu Flucht und Armut. Die Frauen und ihre Kinder sind am stärksten davon betroffen.

Madame Thiam, Friedensaktivistin und Koordinatorin der Platform der Frauen für den Frieden in der Casamance erklärt es so: „es sind unsere Kinder, unsere Neffen und Söhne, unsere Kinder der Casamance, die im Busch leben und kämpfen. Es muss etwas getan werden, damit sich die Situation ändert, denn es gibt mittlerweile viele Konfliktherde in Westafrika und wenn nichts getan wird kann sich die Krisensituation ausweiten. Dann sind auch die umliegenden Regionen in Gefahr.

Madame Diatta, Abgeordnete des senegalesischen Parlaments beschreibt die Frustrationen, die zu der Kriegssituation geführt haben. Die Kinder der Casamance wurden innerhalb des Senegals nicht gleich behandelt wie die anderen. Auslöser für den Krieg war ihrer Meinung nach die große Ungleichheit und Diskriminierung vom Norden Senegals dem Süden gegenüber. Außerdem gibt es keine territoriale Kontinuität, denn die Casamance ist rein geografisch vom Rest des Senegals durch Gambia getrennt. Dies wird von Madame Cissé, Gründerin der Organisation Usoforal anschaulich dargestellt. Madame Koumba Pam Coita ist Vorsitzende der Organisation Ofaad Nafoore, die es Mädchen ermöglicht eine Ausbildung zu machen und die mit Straßenkindern arbeiten.

Sie alle kämpfen auf ihre Weise für den Frieden in der Casamance!

Kooperationspartner: Fibs e. V., Media Centre Dakar, Peter und der Wolf (Filmproduktion)

Dank an: Sister Fa und alle die geholfen haben den Film fertigzustellen!

Gefördert durch:    Rosa Luxemburg Stiftung Dakar , Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

 

 

SCHULWEGGESCHICHTEN – ein Projekt mit Kindern der e.o. plauen- und der Nürtingen-Grundschule in Kreuzberg

Jeden Tag gehen Kinder ihreAusstellung02n Schulweg. Sie laufen durch Straßen, passieren Kreuzungen, klingeln bei Schulfreunden. Was begegnet ihnen auf ihrem Weg? Meist ist gar keine Zeit, um genauer hinzuschauen – und hinzuhören. Gemeinsam mit den Kindern wollen wir ihre Schulwege erkunden – und immer wieder stehenbleiben. Wir entdecken diesen vertrauten Weg auf einer akustischen und künstlerischen Spurensuche neu. Dieser Zugang verändert die Wahrnehmung von Orten. Er schafft eine neue sinnliche Qualität. Die Geschichten liegen auf dem Weg.

PROJEKT

Mit Mikrofon und Aufnahmegerät kommen die Kinder den Geräuschen, Klängen und Geschichten auf die Spur. Begleitet werden sie von Audiokünstler_innen (s. Anlage Projektteam). Im Anschluss hören wir die Töne gemeinsam an, schneiden die Aufnahmen und montieren die ausgewählten Töne zu Hörcollagen. Regie führen die Kinder.

Als zweite Ebene der Spurensuche sammeln die Kinder Dinge, die sie auf ihren Schulwegen finden. Diese Schätze bringen wir zusammen, tragen ein Stück Straße nach drinnen und bauen daraus kleine phantastische Kunstgebilde. Die Straßenschätze bekommen dadurch eine neue Aufmerksamkeit und Bedeutung analog zu der akustisch sinnlichen Neuverortung.

Projektstart mit den Kindern ist im April. Wir planen fünf Wochen lang mit drei Kleingruppen zu arbeiten, in denen Kinder aus beiden Schulen vertreten sind (je 2 Std/Woche). Mitte Mai bis zu den Sommerferien (Mitte Juni) präsentieren wir die Ergebnisse im Patenschaftsraum des Kunstraums Kreuzberg/Bethanien in einer Hör-Ausstellung. Außerdem entstehen Podcasts und eine Bilderschau als Dokumentation auf den Webseiten der beiden Schulen.

ZIELE

Das Projekt ist eine gemeinschaftliche künstlerische Erkundung von Kindern der e.o.plauen- und der Nürtingen-Grundschule, die einen gemeinsamen Kiez bewohnen und einen gemeinsamen Schulhof bespielen – aber im Schulalltag nur wenig Begegnung finden. So soll das Projekt und die Schulweggeschichten zum Kontakt einladen.

Die von den Kindern gestaltete Klanginstallation ist eine hörbar gemachte Momentaufnahme, die Geschichten ihres alltäglichen urbanen Raums erzählt. Sie lädt zum Verweilen und Zuhören ein. Die gestalteten Straßenschätze bieten dem Auge einen träumerischen Fixpunkt. Und der oft eilig durchschrittene funktionale Schulweg wird von den Kindern in Zukunft mit anderen Augen und Ohren wahrgenommen.

Das Projekt wurde gefördert vom Projektfonds Kulturelle Bildung, der Kreuzberger Kinderstiftung und Campus Marianne

AUDIOS

 

 

 

 

 

 

RADIOWORKSHOPS mit Jugendlichen

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage!

Radio machen, recherchieren, sich mit Rassismus, Homophobie und Mobbing auseinander setzen. Das ist anspruchsvoll und scheint nur was für Leute mit jahrelanger Erfahrung. Aber auch und gerade Jugendliche können mitunter an nur 2-3 Tagen eine Radiosendung erstellen.  Sie begeben sich in die Rolle der kritischen Journalist_innen und haben Spaß am recherchieren, interviewen und schneiden. Manchmal bleiben sie dafür sogar länger als sie müssen…..

Schule ohne Rassismus – Jingle:

Interesse an einem Radioworkshop an der Schule?

Seit 2009  führt die Globale Medienwerkstatt in Zusammenarbeit mit Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage an Schulen in Berlin und Brandenburg Radioworkshops durch. Die Radiobeiträge die hierbei entstehen können Sie auf der Seite von Radio Q-Rage FM  anhören.

Dokumentarfilm „Jalda und Anna – Erste Generation danach“

DER WILLIAM DIETERLE FILMPREIS 2013 – SONDERPREIS GEHT AN KATINKA ZEUNER FÜR DEN DOKUMENTARFILM „JALDA UND ANNA – ERSTE GENERATION DANACH“

Es darf Spaß machen, jüdisch zu sein“, kann Jalda Rebling heute sagen. „Das ist jetzt sehr verkürzt formuliert. Der Weg dahin war schon heftig.“

Die Künstlerinnen Jalda Rebling und Anna Adam leben zusammen in Berlin. Sie sind Jüdinnen der „ersten Generation“ nach der Shoah. „Für uns ist Gedenken DNA“, fasst Jalda lakonisch das Erbe unausgesprochener und zugleich allgegenwärtiger Familienerinnerungen zusammen. Die Erfahrungen der Eltern machten sie wachsam. Gleichzeitig hat sie das Aufwachsen als Jüdinnen im Nachkriegsdeutschland in Ost und West nachhaltig für gesellschaftliche Prozesse sensibilisiert. Das Entstehen einer Demokratie zu erleben und aktiv zu begleiten, prägte ihr Leben und Jüdischsein. In diesem Spannungsfeld zwischen Familie und Gesellschaft entwickelten sie ihr scharfes politisches Bewusstsein und das Bedürfnis, sich stetig einzumischen.

 Als sich Jalda und Anna Anfang der 90er Jahre kennenlernten, waren beide an einem Tiefpunkt in ihrem Leben. Gemeinsam machte sich das Paar auf einen langen und mühsamen Weg nach einem freudvollen Zugang zu ihrem Jüdischsein.

Der Film setzt dort an, wo die beiden Frauen heute stehen. Er erzählt, wie sie sich – quer zu den Konventionen der jüdischen Community und zu den herrschenden Vorstellungen der nicht-jüdischen deutschen Gesellschaft – auf eigenwillige und hartnäckige Weise eine eigene jüdische Lebensweise geschaffen haben: Jalda, als eine der wenigen ordinierten jüdischen Kantorinnen in Deutschland. In ihrer selbstgegründeten egalitären jüdischen Gemeinde, schafft siefür sich und andere hierarchiefreie Räume und kreiert neue Rituale und Traditionen. Anna unterwandert mit ihren Kunstprojekten den herrschenden Gedenkkanon und tingelt in ihrem „Happy Hippie Jew Bus“ durch die deutsche Provinz. Mit ihren Arbeiten lädt sie zu ebenso satirisch wie ernstgemeinten Auseinandersetzungen mit dem Judentum ein. „Die Vergangenheit sollte ein Sprungbrett sein und kein Sofa“, sagt sie und konterkariert z.B. mit Kirschkernkissen in Form eines Davidsterns gängige Symboliken des Gedenkens. Mit hebräisch-sprachigen Abziehtattoos provoziert sie die jüdische Eltern- und Großelterngeneration und rebelliert so auch gegen Tabus aus ihrer eigenen Kindheit. Beide Künstlerinnen erweitern in ihren Projekten stetig die Grenzen des Bestehenden.

 Zwei Jahre lang haben die FilmemacherInnen Katinka Zeuner und Ben Laser sie durch ihren Alltag zwischen Berlin, der deutschen Provinz und bis nach Israel begleitet.

Jalda und Anna – Erste Generation danach“ zeichnet ein Porträt zweier Frauen, die heute selbstbewusst stolz und jüdisch in Deutschland leben, sich mit Bestimmtheit und Humor ihren Platz in der Gesellschaft nehmen und diesen immer wieder neu gestalten.


Regie und Kamera: Katinka Zeuner

Co-Regie: Ben Laser

Montage: Anna Theil

D 2012, 75 min

Die DVD kann ab dem 21.02.14 bei www.silvercine.de und im Handel bestellt werden.

Bei Interesse an Filmvorführungen wenden Sie sich bitte an dispo@dejavu-film.de

www.jalda-und-anna.de

Weitere Termine:

30.01.2014 20:00 Kinothek Asta Nielsen im Römer 9, Frankfurt/Main

09.02.2014 19:00 Kino Krokodil, Berlin

23.02.2014 15:00 Kino Krokodil, Berlin

20.03.2014 19:30 Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim
Zeppelinstraße 10, Neu-Isenburg

20.03.2014 20:30 Lichtspiel und Kunsttheater Schauburg Dortmund
Brückstraße 66, Dortmund

16.04.2014 19:30 Haus der Begegnung Nauen – Mehrgenerationenhaus
Ketziner Str. 1, Nauen

13.05.2014 21:15 Kinemathek im Studio 3
Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe

12.06.2014 19:00 Kreisvolkshochschule Norden
Uffenstraße 1, Norden

19.06.2014 19:00 Frauenkultur Leipzig
Windscheidstr. 51, 04277 Leipzig

 

 

Dokumentarfilm „Es war ein anderes Leben“ – Mit der Jugend-Alijah nach Palästina

Foto_Es war ein anderes Leben

„Es war ein anderes Leben“, als eine Gruppe deutsch-jüdischer Kinder 1939 aus Deutschland entkommen war und in Palästina ankam. Der Dokumentarfilm „Es war ein anderes Leben“ beschreibt die Geschichte dieser Gruppe anhand der Lebensgeschichten der Einzelnen, die alles zurückließen, was für sie Alltag und Gewohnheit gewesen war und die ihre Familien verloren. Er erzählt von dem neuen anderen Leben, das die Gruppe formte, mit dem die Gruppe das neue Land mitaufbaute.


Die Geschichte führt über das Internat in Nord Talpiot und die Entscheidung, sich der Kibbuzbewegung anzuschliessen, bis hin zur Gründung und zum Aufbau des eigenen Kibbuz: Maagan Michael. Hinter dieser Geschichte kommt das Werk von Recha Freier in den Blick. Recha Freier hatte die Jugend-Alijah gegründet, mit der die Gruppe nach Palästina gekommen war. Diese zionistische Einwanderungsorganisation rettete etwa 10.000 Kinder aus Deutschland.


Die Interviews mit vier Mitgliedern der Gruppe, mit der ehemaligen Madricha/Betreuerin der Gruppe, Elly Freund, und mit der Tochter von Recha Freier, Maayan Landau, lassen die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven lebendig werden. Persönliche Kommentare zu Fotos und Archivmaterialien machen die Vergangenheit vorstellbar. Ausschnitte aus dem täglichen Leben der mittlerweile mehr als 50 Jahre älteren Gruppenmitglieder in ihrem Kibbuz zeigen, wohin das „andere Leben“ bis heute geführt hat.


Ein Film von Hans Jan Puchstein und Katinka Zeuner


Dauer 38 min

Deutsch mit englischen Untertiteln


Die DVD des Dokumentarfilmskann unter

zeuner(a)globale-medienwerkstatt.de

bestellt werden.

Für den privaten Gebrauch 15 Euro zzgl. Versandkosten

Für öffentliche Vorführungen und den Einsatz in der Bildungsarbeit nach Absprache



Dokumentarfilm „arbeitsscheu – abnormal – asozial“

Filmausschnitt

„Wo ein Arbeitshaus ist, da ist eine Fabrik, wo eine Fabrik ist, ist ein Zuchthaus und wo ein Zuchthaus ist, da ist ein Leichenhaus“ (Bruno S., Strassenmusiker)

„arbeitsscheu – abnormal – asozial“ – Zur Geschichte der Berliner Arbeitshäuser

Ein Film von Andrea Behrendt

DVD Bestellungen für 14,90 € pro DVD zuzügl. Versandkosten! (Sonderkonditionen für Einkommensschwache möglich!)

Die Rummelsburger Bucht in Berlin Lichtenberg: sanierte Eigentumswohnungen, Townhouses für den anspruchvollen Geschmack. Das Gebiet in Wassernähe ist heute im baulichen Aufschwung begriffen. Genau an diesem Ort aber wurde Ende des 19. Jahrhunderts das größte Arbeitshaus Preußens für mehr als 1000 Menschen errichtet. Die Gebäude stehen noch heute, aber an ihre wechselvolle Geschichte erinnert nahezu nichts. Obdachlose, sozial Auffällige, Prostituierte, Homosexuelle und vor allem arme Menschen, die später als „Asoziale“ bezeichnet wurden saßen dort ein und mußten Zwangsarbeit verrichten. Mit dem Nationalsozialismus erreichte die Ausgrenzung der „Asozialen“ ihren Höhepunkt.

Der 30minütige Dokumentarfilm wirft einen Blick auf die vergessene Geschichte der Berliner Arbeitshäuser, schwerpunktmäßig auf das Arbeitshaus Rummelsburg. Zu Wort kommen Akteure, die etwas mit diesem Ort zu tun haben wie beispielsweise Bruno S. ein Künstler und Straßenmusiker, der schon durch Filme von Werner Herzog Berühmtheit erlangte (Kaspar Hauser) . Weiterhin werden ein Historiker, eine Pensionswirtin, die ihre Gäste im ehemaligen Arresthaus des Arbeitshauses beherbergt und eine Aktive des Arbeitskreises Marginalisierte befragt. Sie erinnern mit Gedenkveranstaltungen an die Geschichte der „Asozialen“ während des Nationalsozialismus. Fragmentarisch kommen die einzelnen Erzählungen zusammen. Die Geschichte des Ortes ist noch längst nicht umfassend erforscht. Bis in die 50er Jahre wurde das Gelände als Arbeitshaus genutzt, später während der Zeit der DDR als Gefängnis.

Der Bogen wird weit gespannt. Vom preußischen Arbeitsethos bishin zu Hartz IV thematisiert der Film welche Auswirkungen staatliche Abhängigkeit auf das Leben derer hat, die aus den Rastern eines vorherrschenden Arbeitsethos heraus fallen.

Buch und Regie: Andrea Behrendt

Kamera: Kirsten Bilz

1000 Identitäten

Das Projekt „1000 Identitäten“ thematisiert künstlerisch unterschiedliche Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit dem Thema Identität. Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit dem Thema Geschlecht. In zwei mehrwöchigen Seminaren mit jungen Erwachsenen und Multiplikator_innen sind 15 Foto- und Videoarbeiten von über 20 Teilnehmer_innen entstanden, die im Rahmen einer Ausstellung an drei Orten Berlins (Neukölln, Schöneberg, Kreuzberg) gezeigt wurden.

Mit dem Projekt möchten wir Formen der Anerkennung von Differenz entwickeln ohne Unterschiede kategorisch festzuschreiben oder Normen zu bestätigen. Es geht uns darum, den oftmals theoretisch diskutierten Begriffen eine Erweiterung des Spielraums durch künstlerische Mittel zu ermöglichen.

Projektzeitraum: 01. September 2008 bis 30. Juni 2009

Gefördert durch

Fonds Soziokultur
Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin
Homosexuelle Selbsthilfe e. V.

Migrationserfahrungen – Wege nach Neukölln

Schülerinnen und Schüler einer 10. Klasse der Albert- Einstein-Oberschule in Berlin Neukölln stellen in dieser CD-Rom ihre persönlichen Migrationswege und die ihrer Familie vor. Darüber hinaus werden Gegenstände, die Ankommen und Weggehen innerhalb der Familie symbolisieren, gezeigt und deren Geschichte erzählt. Die Hauptseite bildet ein Klassenfoto. Die einzelnen Schüler und Schülerinnen können angeklickt werden. Es erscheint eine Karte auf der die Migrationswege der Eltern und Großeltern nachverfolgt werden kann. Auch einzelne Objekte, die die Schüler mitgebracht haben können angeklickt werden. Meist erscheint eine Videosequenz in der die Schüler erzählen, welche Bedeutung dieser Gegenstand für das Ankommen und Weggehen innerhalb der Familie hat.

Die Bestellung dieser CD-Rom ist hier zum Selbstkostenpreis von 5,- € zuzügl. Versandkosten erhältlich!

Kontakt:
Andrea Behrendt (Projektleitung)

Bestellung online: behrendt[at]globale-medienwerkstatt.de
Bitte das [at] gegen ein @ tauschen beim Anschreiben!

Die Multimedia-Installation wurde gezeigt im Rahmen der Ausstellungen

„Familiendinge“ im Museum Neukölln, 10.05.2003 bis 03.04.2004
www.museum-neukoelln.de

„Born in Europe“, Martin-Gropius Bau, 21.08 bis 17.10.2004