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Dokumentarfilm „Jalda und Anna – Erste Generation danach“

DER WILLIAM DIETERLE FILMPREIS 2013 – SONDERPREIS GEHT AN KATINKA ZEUNER FÜR DEN DOKUMENTARFILM „JALDA UND ANNA – ERSTE GENERATION DANACH“

Es darf Spaß machen, jüdisch zu sein“, kann Jalda Rebling heute sagen. „Das ist jetzt sehr verkürzt formuliert. Der Weg dahin war schon heftig.“

Die Künstlerinnen Jalda Rebling und Anna Adam leben zusammen in Berlin. Sie sind Jüdinnen der „ersten Generation“ nach der Shoah. „Für uns ist Gedenken DNA“, fasst Jalda lakonisch das Erbe unausgesprochener und zugleich allgegenwärtiger Familienerinnerungen zusammen. Die Erfahrungen der Eltern machten sie wachsam. Gleichzeitig hat sie das Aufwachsen als Jüdinnen im Nachkriegsdeutschland in Ost und West nachhaltig für gesellschaftliche Prozesse sensibilisiert. Das Entstehen einer Demokratie zu erleben und aktiv zu begleiten, prägte ihr Leben und Jüdischsein. In diesem Spannungsfeld zwischen Familie und Gesellschaft entwickelten sie ihr scharfes politisches Bewusstsein und das Bedürfnis, sich stetig einzumischen.

 Als sich Jalda und Anna Anfang der 90er Jahre kennenlernten, waren beide an einem Tiefpunkt in ihrem Leben. Gemeinsam machte sich das Paar auf einen langen und mühsamen Weg nach einem freudvollen Zugang zu ihrem Jüdischsein.

Der Film setzt dort an, wo die beiden Frauen heute stehen. Er erzählt, wie sie sich – quer zu den Konventionen der jüdischen Community und zu den herrschenden Vorstellungen der nicht-jüdischen deutschen Gesellschaft – auf eigenwillige und hartnäckige Weise eine eigene jüdische Lebensweise geschaffen haben: Jalda, als eine der wenigen ordinierten jüdischen Kantorinnen in Deutschland. In ihrer selbstgegründeten egalitären jüdischen Gemeinde, schafft siefür sich und andere hierarchiefreie Räume und kreiert neue Rituale und Traditionen. Anna unterwandert mit ihren Kunstprojekten den herrschenden Gedenkkanon und tingelt in ihrem „Happy Hippie Jew Bus“ durch die deutsche Provinz. Mit ihren Arbeiten lädt sie zu ebenso satirisch wie ernstgemeinten Auseinandersetzungen mit dem Judentum ein. „Die Vergangenheit sollte ein Sprungbrett sein und kein Sofa“, sagt sie und konterkariert z.B. mit Kirschkernkissen in Form eines Davidsterns gängige Symboliken des Gedenkens. Mit hebräisch-sprachigen Abziehtattoos provoziert sie die jüdische Eltern- und Großelterngeneration und rebelliert so auch gegen Tabus aus ihrer eigenen Kindheit. Beide Künstlerinnen erweitern in ihren Projekten stetig die Grenzen des Bestehenden.

 Zwei Jahre lang haben die FilmemacherInnen Katinka Zeuner und Ben Laser sie durch ihren Alltag zwischen Berlin, der deutschen Provinz und bis nach Israel begleitet.

Jalda und Anna – Erste Generation danach“ zeichnet ein Porträt zweier Frauen, die heute selbstbewusst stolz und jüdisch in Deutschland leben, sich mit Bestimmtheit und Humor ihren Platz in der Gesellschaft nehmen und diesen immer wieder neu gestalten.


Regie und Kamera: Katinka Zeuner

Co-Regie: Ben Laser

Montage: Anna Theil

D 2012, 75 min

Die DVD kann ab dem 21.02.14 bei www.silvercine.de und im Handel bestellt werden.

Bei Interesse an Filmvorführungen wenden Sie sich bitte an dispo@dejavu-film.de

www.jalda-und-anna.de

Weitere Termine:

30.01.2014 20:00 Kinothek Asta Nielsen im Römer 9, Frankfurt/Main

09.02.2014 19:00 Kino Krokodil, Berlin

23.02.2014 15:00 Kino Krokodil, Berlin

20.03.2014 19:30 Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim
Zeppelinstraße 10, Neu-Isenburg

20.03.2014 20:30 Lichtspiel und Kunsttheater Schauburg Dortmund
Brückstraße 66, Dortmund

16.04.2014 19:30 Haus der Begegnung Nauen – Mehrgenerationenhaus
Ketziner Str. 1, Nauen

13.05.2014 21:15 Kinemathek im Studio 3
Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe

12.06.2014 19:00 Kreisvolkshochschule Norden
Uffenstraße 1, Norden

19.06.2014 19:00 Frauenkultur Leipzig
Windscheidstr. 51, 04277 Leipzig