‘Allgemein’

Monolog mit meinem asozialen Großvater

Harald Hahns Großvater war als „Asozialer“ im KZ. Im Erzähltheater spricht der Autor mit seinem verstorbenen Großvater Anton Knödler, der als Häftling in Buchenwald inhaftiert war. Er spricht über das Familiengeheimnis, die Scham und die Zeit in Buchenwald.

Dabei deckt Hahn unbequeme Kontinuitäten auf, die bis in die Gegenwart hineinwirken: Was richten Schuld, Scham und Schweigen über Generationen in Familien an? Und wie strukturieren Klasse und Herkunft nicht nur das Erinnern – sondern das Leben in der Gesellschaft der Gegenwart?

Ausgehend von den Monologen schlüpft Harald Hahn in die Rolle eines SS Mannes und verwandelt sich zurück in das Kind, das er einst war. Ein schwäbischer Hausmeister kommentiert das Geschehen und schafft so die Verbindung zwischen Geschichte, Schauspieler und vermeintlich unbeteiligten Zuschauer*innen. Denn die aufgeworfenen Fragen verweigern sich dem rein passiven Konsum – sie wollen und sollen alle Anwesenden mit einbeziehen. Im Anschluss an das Stück findet ein 30 minütiges Publikumsgespräch statt.

Uraufführung ist am 04.09. um 20 Uhr im „Theater Expedition Metropolis“ in Berlin Kreuzberg, (Ohlauerstraße 41 10999 Berlin) www.expedition-metropolis.de

HörMal! Hörspaziergang Tempelhof – zum Ausleihen und als Download

Ab sofort könnt Ihr den Hörspaziergang zur Geschichte des Tempelhofer Felds hier runterladen. Der Hörspaziergang beginnt am runden, pinkfarbenen Infopoint in der Nähe des Haupteingangs Columbiadamm. Dort kann man sich ab Anfang September  auch MP3-Player mit dem Hörspaziergang gegen Pfand ausleihen. Vom Infopoint geht es weiter auf den Spuren der Geschichte – zum Beispiel an dem Ort der archäologischen Ausgrabungen. Der Hörspaziergang hat eine Gesamtlänge von 50 Minuten.

Grundlage ist das Hörmuseum „HÖRMAL! Die Geschichte vom Tempelhofer Feld“ mit sechs Hörstationen, die wir gemeinsam mit Berliner und Brandenburger Jugendlichen entwickelt und produziert haben.

Das Musikstück am Ende des Hörspaziergangs heißt „Herz im Rucksack“ und ist ein polnisches Partisanenstück. Original Text und Komposition: „Serce w plecaku“ von Michał Zieliński (1933). Deutsche Textversion: Isabel Neuenfeldt (www.isaneu.de).

Hörspaziergang Tempelhofer Feld

Übrigens: Die Hörboxen von HÖRMAL! stehen noch bis Anfang Oktober auf dem Pionierfeld Columbiadamm, Nähe Gemeinschaftsgarten.

Projekt gefördert von:

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HörMal! Schülerinnen und Schüler forschen zur Geschichte des Tempelhofer Feldes

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Vor 70 Jahren erreichte die Rote Armee Berlin. Ende April 1945 befreite sie die überlebenden Zwangsarbeiter/innen auf dem Tempelhofer Feld. Das ist eine von vielen Geschichten des Feldes. Jugendliche aus Berlin und Brandenburg erforschen, was hier einmal war – und was die Geschichte mit ihrem eigenen Leben zu tun hat. Sie erfahren von Flug- und Fußballpionieren von früher und sprechen mit Kite-Surfern und Sportbegeisterten von heute. Sie forschen zum Leben und Leid der Zwangsarbeiter/innen, die während des Zweiten Weltkriegs im Flughafengebäude für die deutsche Kriegsindustrie arbeiteten und in einer der größten Barackenstädte Berlins lebten: dem Tempelhofer Feld. Sie entdecken das Columbiahaus. Ein KZ mitten in Berlin, das abgerissen wurde, als die Nazis an derselben Stelle den Flughafen Tempelhof errichten ließen. Und sie sprechen mit einem Archäologen, der unter der Erde nach Überresten dieser Zeit sucht. Gemeinsam überlegen sie: Wie kann man an die Geschichte erinnern, wenn man nichts mehr von ihr sieht? Ein Weg ist das Hören. In einem Hörmuseum mit sechs Stationen erzählen die Jugendlichen die Geschichte des Tempelhofer Felds aus ihrer Perspektive.

Hier die Audiobeiträge der Schüler/innen:

Hörstation 1: #spiel #feld

Hörstation 2: #produktion #treffpunkt

Hörstation 3: #mangel #leben

Hörstation 4: #gefangenschaft #würde

Hörstation 5: #gewalt #zeugnis

Hörstation 6: #schichten #erinnern

 

Projekt gefördert von:

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„Einsam oder zweisam?“ – ein Radiobeitrag für das Jugendmedienmagazin BerlinImpuls


Wie ist das mit dem Verliebtsein? Wann fängt Untreue an? Wie geht mensch mit Streit um? Und warum ist HipHop manchmal ein gutes Ventil für Liebeskummer? Damit haben sich 7 Jugendliche aus dem Schloss19 in Charlottenburg bei einem Radioworkshop der Globalen Medienwerkstatt auseinander gesetzt und einen Radiobeitrag daraus gemacht.

Viel Spaß beim Hören:

Gutachten zu Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage erschienen

 

 

Gutachten Guthmann Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage