Monolog mit meinem asozialen Großvater

Harald Hahns Großvater war als „Asozialer“ im KZ. Im Erzähltheater spricht der Autor mit seinem verstorbenen Großvater Anton Knödler, der als Häftling in Buchenwald inhaftiert war. Er spricht über das Familiengeheimnis, die Scham und die Zeit in Buchenwald.

Dabei deckt Hahn unbequeme Kontinuitäten auf, die bis in die Gegenwart hineinwirken: Was richten Schuld, Scham und Schweigen über Generationen in Familien an? Und wie strukturieren Klasse und Herkunft nicht nur das Erinnern – sondern das Leben in der Gesellschaft der Gegenwart?

Ausgehend von den Monologen schlüpft Harald Hahn in die Rolle eines SS Mannes und verwandelt sich zurück in das Kind, das er einst war. Ein schwäbischer Hausmeister kommentiert das Geschehen und schafft so die Verbindung zwischen Geschichte, Schauspieler und vermeintlich unbeteiligten Zuschauer*innen. Denn die aufgeworfenen Fragen verweigern sich dem rein passiven Konsum – sie wollen und sollen alle Anwesenden mit einbeziehen. Im Anschluss an das Stück findet ein 30 minütiges Publikumsgespräch statt.

Uraufführung ist am 04.09. um 20 Uhr im „Theater Expedition Metropolis“ in Berlin Kreuzberg, (Ohlauerstraße 41 10999 Berlin) www.expedition-metropolis.de

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